„Unser Glücksprinzip“ Mit Herz und Mut zur digitalen Bildung

Anne Hechtfisch in Historie 28. March 2018

Zu Weihnachten geben sie wahrscheinlich, ähnlich wie wir, nicht unerhebliche Summen für Kunden- und Partnergeschenke aus. 2017 wollten wir etwas Neues probieren und die Welt ein kleines Stückchen besser machen.


Die Grundidee: Etwas Gutes sollte es sein

Mit Bezug zu uns, unserem Business und Standort. Kinder wollten wir beschenken. Mit 18 Agenturkindern auf 20 Mitarbeiter ist dies ein Thema, was uns wirklich sehr am Herzen liegt.

Sie kennen das sicherlich: im September grübelt man gelegentlich, aber auf einmal ist es Dezember und die Kampagne steht noch nicht. Plötzlich muss alles ganz schnell gehen. Die ersten Gedanken werden nochmal aufgegriffen und Ideen konkretisiert.

Unser kreatives Futter und der Kampf den wir gewinnen wollen

In der Zukunft wird Programmieren, ähnlich wie heute eine Fremdsprache, im Schulangebot mehr Raum einnehmen. Damit unsere Kinder gewappnet sind, wenn die künstliche Intelligenz irgendwann unser tägliches Leben mehr und mehr bestimmen wird. Wenn die IBM-Algorithmen von „Watson“ nicht nur in der Medizin eingesetzt werden, sondern auch als Manager oder Ingenieur den immer gleichen Willen zur Perfektion zeigen. Wir könnten uns dafür künftig auf die Aufgaben mit höherer Wertschöpfung konzentrieren.

Was könnte zu diesem Gedanken besser passen, als der noch wenig bekannte „Calliope Mini“. Ein kleiner Platinen-Computer, der von Schülern kinderleicht programmiert werden kann. Dieser wurde einige Monate zuvor auf der von uns entwickelten Crowdfunding Plattform Startnext mit ca. 109.000€ erfolgreich finanziert.

Einen Klassensatz Calliope für Dresden

Mit dem einstimmig beschlossenem Ziel standen wir nun in den Startlöchern.

Einige unser Agenturkinder konnten beweisen, dass die physische Welt eine sehr große Rolle beim Lernen spielt. „Wie baue ich mir ein Klavier, einen Roboter, eine Eieruhr oder ein Nachtlicht?“ All diese Fragen animieren zum Loslegen und so wollten wir keine Zeit beim Diskutieren verschwenden und entwickelten die ersten Maßnahmen.

Eine gemeinsame Klammer zur Aktion musste her. Wir entschieden uns für den Hashtag #schlauwichteln. Innerhalb weniger Tage haben wir eine Kampagne aufgesetzt, Werbemittel entworfen und Plätzchen gebacken. Zunächst nur für die Veranstaltung unseres lokalen Weihnachtsmarktes. Ein Glühweinstand mit Plätzchenverkauf und Calliope-Präsentation. Wir wollten Passanten erklären, warum wir glauben, dass das Projekt wichtig sei und gefördert werden sollte.

Was fehlte war Reichweite

Nur der Körnerplatz war zu klein für dieses Projekt und uns war von Anfang an klar, dass eine Finanzierung in drei Stunden knapp werden könnte. So hat unser Chef Denis kurzerhand eine Crowdfunding-Kampagne aufgesetzt. Alles so kurzfristig auszurollen kostet Nerven. Das Projekt hat uns gezeigt, dass wir unsere Social-Media-Kanäle für solche Zwecke nutzen können, aber weiter ausbauen müssen. Irgendwie war da viel weniger los, als wir uns gewünscht haben. Instagram hat hier noch die größte Reichweite erzielt.

Es war anstrengend aber wunderschön

Die Aussage werden die meisten Eltern wohl kennen. Ähnlich ging es uns bei dieser Aktion. Dieses Projekt hat unser Team einmal mehr zusammengeschweißt. Schwierige Situationen wurden kostengünstig, schnell und kreativ gelöst. Wie zum Beispiel das Erstellen eines Pitch-Videos in einem Schnitt oder eigene Plätzchenformen passend zur Aktion.

In Erinnerung werden die vielen Gespräche und spannenden Diskussionen am Körnerplatz bleiben. Die ca. 99% positiven Stimmen und die eine Stimme, die darauf hinwies, dass es wichtigere Dinge an unseren Schulen gäbe, als digitale Bildung.

Alle zusammen haben wir am Glühweinstand versucht Unterstützer zu gewinnen. Nach den ersten Tassen hatten unsere Programmierer am Stand einen gemeinsamen Flow. Die Displays der „Calliope“ wurden mit Sprüchen versehen und der Unterhaltungsfaktor beim Pitch erhöht. Da entsteht automatisch Teamgeist! 

Die neugierigen Gesichter

Nach erfolgreich abgeschlossener Crowdfunding-Kampagne, welche natürlich nur mit Hilfe vieler gleichgesinnter Unterstützer möglich war, konnten wir den Klassensatz Calliope endlich an die 117. Grundschule "Ludwig Reichenbach" in Dresden übergeben. Diese hatte sich zuvor mit konkreten Ideen zur Einbindung des Calliope in das Ganztagesangebot beworben. Nicht nur die Grundschüler, auch Elternteile und die Schulleitung waren von der Idee überzeugt und auch für das kommende Schuljahr ist der Einsatz der Calliope fest vorgesehen.

Wir freuen uns auf die Fortschritte der Schüler und begrüßen diese hoffentlich bald in unserem Büro am Körnerplatz. Natürlich nehmen wir jetzt schon Bewerbungen junger Talente unter bewerbung@tyclipso.net entgegen!

Jetzt seid ihr dran, die Welt zu verändern! Zum Beispiel am 1. Juni zum internationalen Kindertag.