Viele schaffen mehr - mit dem Crowdfunding-Portal der Volksbank Bühl

Tim Natzschka in Historie 29.04.2013
Kunden und Freunde der Volksbank Bühl haben ab sofort die Möglichkeit Crowdfunding zu erleben. Sowohl das Einstellen eigener Projekte zur Finanzierung durch die "Crowd", als auch das Unterstützen von Projekten ist auf der Seite www.viele-schaffen-mehr.de möglich.
Projekte einreichen
(Projekte starten) kann jeder, der ein Konto bei der Volksbank Bühl besitzt und ein gemeinnütziges Projekt fördern will.
Diese Projekte unterstützen kann wiederum jeder, der sich auf der Plattform registriert hat. Als Zahlungsarten stehen das sichere giropay, Kreditkarte und Vorkasse zur Verfügung.

Damit nutzt die Volksbank als erste deutsche Bank mit ihrem Portal das Thema Crowdfunding unter anderem zur besseren Kundenbindung und zeigt damit einmal mehr ihre Volksnähe, dass ihr die Region am Herzen liegt und von ihr unterstützt wird.

"Mit „Viele-schaffen-mehr.de“ wollen wir in unserer Region eine Infrastruktur schaffen, über welche Vereine und gemeinnützige Organisationen aus unserem Geschäftsgebiet gemeinnützige Projekte finanzieren können. Und das ist auch schon die Abgrenzung zu Crowdinvesting und weiteren Projekten – wir haben keinerlei wirtschaftlichen Interessen. Gebühren, die aus dem Zahlungsverkehr entstehen, werden auch von uns übernommen. Darüber hinaus unterstützt die Volksbank Bühl die Projekte mit 10.000 EUR." Franz Sebastian Welter, Volksbank Bühl bei Social Banking 2.0                                                                                      

Jede erste Unterstützung eines Users wird mit 5€ aus dem Spendentopf vermehrt, was schon allein zeigt, wie viel Elan in das Thema Crowdfunding bei den Volksbanken gesteckt wird.

Mit viele-schaffen-mehr.de wurde ein Portal geschaffen, welches in großen Teilen von den Erkenntnissen der in Deutschland erfolgreichsten Crowdfunding-Plattform startnext.de der Startnext Network GmbH profitiert. Im Vergleich zu startnext, wo vor allem kulturelle Projekte zur Unterstützung aufrufen, sind bei der Genossenschaftsbank vor allem gemeinnützige Projekte im Fokus: Sanierung des Dachs einer Kindertagesstätte, Aufbau eines Museums oder auch die Ausstattung des lokalen Fußballvereins mit neuen Trikots sind denkbare Projekte auf der Plattform.

Momentan sind 3 Musterprojekte eingestellt, die das Prinzip des Crowdfunding verdeutlichen und animieren sollen, selbst eigene Projekte einzureichen. Dies geschieht natürlich nicht von heute auf morgen, aber sowohl tyclipso.net als auch die Bänker aus Bühl sind zuversichtlich, dass es zeitnah viele Projektvorschläge und schlussendlich erfolgreich finanzierte Projekte geben wird (bei Starnext sind ca. die Hälfte aller Projekte erfolreich finanziert worden).

Das Design der Plattform orientiert sich übrigens am künftigen Corporate Design aller Volksbanken, welches sukzessive bei allen Banken umgestellt wird. Damit soll eine eineinheitliche Corporate Identity eingeführt werden, welche derzeit durch die Eigenständigkeit der Verbände nicht gegeben ist.

Zur Projektplanung, -abstimmung und zur Abnahme der jeweils umgesetzten Angebotspunkte wurde zwischen tyProjektteam und Kunden verstärkt auf das Kollaborationstool equify zurückgegriffen, welches ebenfalls von tyclipso.net entwickelt wird. Alle Kooperationspartner standen in engem Kontakt und auf Feedbacks musste nicht erst bis zur nächsten Telefonkonferenz gewartet werden. Daher waren auch kurzfristige Änderungen bzw. Abstimmungen möglich, die dann zeitnah umgesetzt werden konnten. Auch das Feedback der Innovationswerkstatt der Volksbank Bühl fand im Wording und in der Prozessgestaltung Rücksicht - schließlich benutzen das Crowdfundingportal nicht nur registrierte Nutzer zum Stöbern und Unterstützen, sondern auch Bankmitarbeiter zur Verwaltung der Projekte und Zahlungen.

Für den Launch wurde von der VRNetWorld Gmbh, dem technischen Dientstleiter aller Volksbanken, auch ein Video produziert, welches der Zielgruppe anschaulich das Crowdfunding-Prinzip erläutert - Film ab!