UX/UI: Komplexer Laboralltag übersichtlich präsentiert

Raja Mollitor in News 01.09.2021

Wenn Sie Labor hören, haben Sie dann auch Menschen mit weißen Kitteln, Reagenzgläser, DNA-Proben und unendliche Tabellen mit verschiedenen Werten im Sinn? Von außen betrachtet wirkt Laborarbeit überall gleichartig, dabei ist sie so vielfältig wie ihre Einsatzgebiete. Labore im Krankenhaus, Umwelt- und Agrarlabore, analytische oder mikrobiologische Labore und viele mehr. Aber was wohl alle Labore dieser Welt gemeinsam haben, sind die vielfältigen Anforderungen an die Systeme, die sie bei der täglichen Arbeit unterstützen sollen. Wie muss also die zentrale Schnittstelle für das Labor 4.0 aussehen? 


Eines dieser Systeme kommt aus dem Hause qualitype

Hier wird das moderne Laborinformationssystem mit dem Arbeitstitel neo entwickelt. Funktionen wie Auftragsüberwachung, Benachrichtigungen und individualisierbare Benutzeroberflächen für Desktop und Smartphone gehören hier zum Standard. Auch andere Systeme können eingebunden werden, um alle Aufgaben und Arbeiten eines Labors zentral abzubilden. Ein konfigurierbares Interface ist dafür ein Muss.   

Wer die Zielgruppe kennt, ist auf einem vielversprechenden Weg, aber qualitype stellte in der Zielgruppenanalyse fest: Nicht nur die Anforderungen der einzelnen Labore sind höchst unterschiedlich, sondern auch die Anforderungen jedes einzelnen Mitarbeitenden. Halleluja! Das Ziel ist also eine hohe Anpassbarkeit an individuelle Anforderungen. Doch wie kann die Zielgruppe am besten unterstützt werden, wenn die Anforderungen so individuell sind? 


Das ist ein Auftrag für UX/UI! 

An dieser Stelle holte sich das Team von qualitype Unterstützung von uns, um sie zum aktuellen Design und zur Verbesserung der Nutzerführung zu beraten. 

Nach einem gemeinsamen kritischen Blick konnte aufgeatmet werden. Die Grundlagen sind gut. Schriften und Farben sind barrierefrei lesbar. Es gibt erste Effekte und wiederkehrende Elemente. Die Software ist eingeteilt in Bereiche. Auf eine konsistente Umsetzung wurde geachtet. Sogar eine responsive also auch mobile Bedienung wurde bedacht und vorbereitet. Insgesamt also eine sehr gute Startposition. Und schon konnte die User-Brille aufgesetzt und ein Klickdummy erarbeitet werden. 

So klappts mit der Nutzerführung noch besser 

Nach der Bestandsaufnahme konnten am klickbaren Dummy alle bisherigen Funktionen nach UX/UI-Richtlinien verschoben, ergänzt und optimiert werden. Und das kam dabei heraus:  


Einfachheit durch Übersichtlichkeit: Die Nutzerführung durch das System wird vereinfacht, indem die Anzahl der nächsten Schritte reduziert wird. Dafür müssen Prioritäten gesetzt werden. Was ist wirklich wichtig und muss auf die Oberfläche? Was kann durch einen oder zwei Klicks erreichbar sein?  

  • Eine schlanke Menüleiste bringt Klarheit: Eine Hauptaktion, alle weiteren Funktionen sind durch ein 3-Punkte-Menü erreichbar. 


Orientierungspunkte schaffen: Trotz individueller Anpassungsmöglichkeiten darf die Übersichtlichkeit nicht auf der Strecke bleiben. Filtern, sortieren und gruppieren sind Voraussetzung. Spalten und anzuzeigende Informationen sind konfigurierbar. Und als Krönung sollen diese Einstellungen teilbar sein.

  • Durch ein Dashboard behält der User den Überblick und erhält eine individuelle Entscheidungshilfe für die nächsten sinnvollen Arbeitsschritte und Aufgaben. Von hier aus kann alles angesteuert und aufgerufen werden.
  • Auch der Einsatz von Popins an geeigneter Stelle hilft bei der Orientierung. Die Nutzer*innen bleiben auf der Hauptseite und ergänzende Tätigkeiten können im Popin ausgeführt werden. 

Benutzerdefinierte Inhalte: Die Laborleitung möchte spezifische Formularfelder und Abfragen für ihr Labor erstellen - mit eigenen Bezeichnern, Steuerelementen, Regeln und einer individuellen Anordnung.  

  • Rollenverteilung ermöglicht die Anpassung des Funktionsumfangs.  
  • Mit der entsprechenden Rolle kann die erweiterte Funktion “Layout anpassen” genutzt werden. Eigene Layouts für das Labor können erstellt und freigegeben werden. Der Layoutmodus ermöglicht das Zusammenstellen von Widgets und Feldern. Die Elemente können per Drag and Drop verschoben werden. Für einen Check gibt es die Vorschau – und schon kann die Änderung online gehen und das gesamte Labor bekommt die angepassten Layouts freigegeben.

Individuelle Konfigurierbarkeit: Damit jede Person die benötigten Informationen bekommt, müssen weitere Anpassungsmöglichkeiten geschaffen werden.  

  • Dabei unterstützt das neue Menü “Ansicht anpassen”. Es beinhaltet die Gruppierung, Spaltenauswahl, Filterung sowie das Teilen der Ansicht. Die Sortierung der Spalten findet direkt im Spaltenkopf statt. 


Mobile Ansicht: Da das System überwiegend aus langen Tabellen und vielen Datensätzen besteht, muss bei der Nutzerführung in der mobilen Umsetzung einiges beachtet werden. Verschiedene Vorschläge werden nun in der Praxis getestet. 


Auch etwas fürs Auge – Icons: Eigene Icons, wenn sie gut gemacht sind, dienen der Wiedererkennung, der Nutzerführung und dem Alleinstellungsmerkmal des Produkts … und sie machen einfach Spaß, auch wenn die Tabelle mal wieder lang ist :) 


Mit diesen und vielen weiteren Tipps im Gepäck beginnt für qualitype in den nächsten Monaten eine spannende Zeit. Neo soll von Kunden getestet werden. Dann heißt es Feedback sammeln und optimieren, um möglichst vielen Laboren die Routinen und deren Verwaltung im täglichen Arbeitsprozess zu vereinfachen. Und wer weiß, vielleicht werden demnächst auch unsere Blutproben mit genau diesem neo im Labor verwaltet.  


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