03.11.2026 5 min Lesezeit
Ankommen bei Tyclipso: Was hat sich seit 2016 verändert?
Zehn Jahre sind in der IT-Welt eine Ewigkeit. Als wir im November 2016 unseren Blogbeitrag „So geht Onboarding bei uns“ veröffentlichten, waren wir noch unternehmergeführt und die digitale Landschaft sah noch ganz anders aus.
Heute blicken wir auf 23 Jahre Tyclipso-Geschichte zurück, wir sind nun eine GmbH, unsere Projekte sind komplexer, unsere Tools umfangreicher. Doch hat sich dadurch auch unser Onboarding-Prozess seit 2016 verändert?
Wir machen den Realitätscheck mit unserem Neuzugang Felix. Er wird künftig während seines Studiums an der Dualen Hochschule Sachsen in der Praxiszeit bei uns an echten Projekten mitwirken und erste Berufserfahrung sammeln.
Die „Terminserie“: Wissenstransfer auf Augenhöhe
Was Tyclipso ausmacht, wie wir arbeiten, wer unsere Kunden sind, lässt sich nicht an einem Nachmittag vermitteln. Deshalb ist unser Onboarding früher wie heute auf mehrere Tage ausgelegt, damit neue Kolleg*innen Schritt für Schritt in die Tyclipso-Welt eintauchen.
Sandra war 2016 selbst Neuzugang und BA-Studentin. Zehn Jahre später arbeitet sie im Team Tyclipso als Backend-Entwicklerin mit Schwerpunkt Qualitätssicherung. Sie erinnert sich: „Ich hatte noch einen Termin in der Berufsakademie und konnte erst verspätet zum Onboarding hinzukommen. Im Laufe des Tages bekam ich dann eine ausgedruckte Liste mit den ganzen Tools und Zugängen, die ich einzurichten hatte, puh. Gut, dass das mittlerweile anders läuft.“
Uns ist heute wichtig, dass neue Teammitglieder am ersten Tag nicht vor einem „nackten“ Schreibtisch sitzen und sich fragen, was auf sie zukommt. Deswegen ist das Onboarding 2026 eine fein abgestimmte Choreografie. Sie beginnt mit dem technischen Onboarding, lange bevor der erste Arbeitstag offiziell startet, damit sämtliche Arbeitsmittel wie der eingerichtete Laptop und alle benötigten Zugänge und Accounts angelegt und einsatzbereit sind. Doch dann ist er da, der erste Arbeitstag ...
Freitag: Sanfte Landung statt Sprung ins kalte Wasser
Felix’ erster Tag fiel auf den Freitag nach seiner Immatrikulation an der DHSN Dresden und er begann traditionell mit einem Heißgetränk und der Übergabe der Arbeitsmittel. Beim Daily Stand-up um 9:30 Uhr stellte sich das restliche Team vor und Felix erzählte etwas von sich. Dieser Start hat sich seit 2016 nicht verändert. Neu ist das Pflichtprogramm: Claudia und Albrecht unterwiesen Felix in Brandschutz, Fluchtwegen und Erster Hilfe. Dazu kommt eine Online-Schulung zum Datenschutz.
Der Nachmittag stand im Zeichen der Tools, mit denen wir arbeiten. Dazu gehört auch unser internes Herzstück: equify, unser selbst entwickeltes Kollaborationstool. Markus erklärte, wie alles zusammenläuft, von der Projektplanung über Arbeitszeit-Tracking bis zur externen Kundenkommunikation. Denn wir wissen: Informationen müssen dort ankommen, wo sie gebraucht werden – und das gilt auch für die neuesten Memes als Pausenfüller …
Was Sandra damals beim Ankommen geholfen hat: „Mir fiel es immer schon etwas schwer, in einer neuen großen Gruppe von Menschen meinen Wohlfühlplatz zu finden. Durch die verschiedenen Schulungen jedoch lernte ich die Kolleg*innen recht schnell nach und nach einzeln besser kennen und kam so immer mehr an.“
Felix’ erste Eindrücke: „Der Einstieg war rundum super und ich bin durch die Vorstellungsrunde direkt gut im Team angekommen. Das Team hat mir die Arbeitsweise sehr gut nahegebracht, wodurch mir der Start extrem leichtgefallen ist.“
Montag: Tyclipso-DNA und unsere Kunden
Claudia und Christoph holten Felix zunächst bei unserer Denk- und Arbeitsweise ab. Wer sind wir? Warum tun wir, was wir tun? Hier geht es um das „Warum“ hinter dem Code. Außerdem stellten sie unsere Projekte und Produkte vor.
Am Nachmittag übernahm unser Chef-Schulungsleiter Enrico die Vorstellung von myty wie schon bei Sandra 2016. myty ist unser CMS und Framework – die Basis für fast alles, was wir bauen: Apps, Machine-Interfaces, Crowdfunding-Plattformen, Info-Portale, Onlineshops.
Felix erinnert sich: „Ich fand es echt beeindruckend, an wie vielen unterschiedlichen Projekten Tyclipso schon gearbeitet hat und was für eine Historie dahintersteckt. Die Einführung in das myty-Framework war da extrem spannend, um das Ganze richtig zu verstehen.“
Dienstag: Crowdfunding aus technischer Sicht
Neben myty gehört das Crowdfunding-Modul (CFM) zu unseren Kernprodukten. Denn mithilfe des Crowdfunding-Moduls setzen wir seit mehr als 15 Jahren alle Crowdfunding-Plattformen unserer Kunden um. Und weil Markus jede Ecke des CFM kennt, führte er Felix durch das Tool und zeigte ihm die Oberflächen, so wie unsere Kunden sie sehen. Dabei gab er Einblicke in die Historie des Tools und damit auch in die technische Geschichte von Tyclipso.
Felix: „Das CFM aus Kundensicht gezeigt zu bekommen, hat mein Verständnis von Tyclipso super abgerundet. So hat man direkt ein Gefühl dafür bekommen, was beim Kunden ankommt und wie die Plattformen nach außen wirken.“
Mittwoch: Unter der Haube – die Ty-Matrix
Da Felix Informationstechnik studiert, übernahm zum Abschluss die Tyclipso-IT. Christoph und Jan stellten die SysOps-Tools vor und gaben Felix einen Git-Crashkurs. Mit diesem Wissen konnte er seine ersten Beiträge zu internen Softwareprojekten leisten.
Felix: „Mein erster richtiger Deep Dive war die Einführung durch das IT-Team. Es war super, zu sehen, wie die ganzen Abläufe im Hintergrund funktionieren. Um direkt mitzuarbeiten, habe ich dann das interne Raumplanungstool getestet, ein paar Bugs gefunden und sie gleich gefixt.“
Fazit damals und heute
Wenn wir nun unseren Post von 2016 neben diesen Bericht legen, sehen wir: Wir sind noch strukturierter geworden und es gibt viele Projekte, Langzeitkunden und Weiterentwicklungen vorzustellen. Aber das Gefühl, dass man ab Tag eins ein wertgeschätzter Teil des Teams ist, ist noch immer unsere wichtigste Konstante.
Was Sandra Felix mit auf den Weg gibt: „Du kannst dich hier immer darauf verlassen, dass du genügend Kolleg*innen findest, die dich bei Fragen und Problemen unterstützen oder an die Hand nehmen, falls nötig. Immerhin arbeiten wir alle gemeinsam auf dieselben Ziele hin: Produkte zu kreieren, die wir guten Gewissens dem Kunden oder der Kundin übergeben können. Oder im Falle der DevOps: die Kolleg*innen darin zu unterstützen, ihre Arbeit störungsfrei verrichten zu können.“
Felix’ Fazit: „Wenn ich meine erste Woche bei Tyclipso mit drei Adjektiven beschreiben müsste, wären das: sympathisch, lehrreich, motivierend. Ich freue mich auf mehr.“
Wer Felix näher kennenlernen möchte, erfährt bald mehr im Interview.