13.03.2026 5 min Lesezeit
Ankommen bei Tyclipso: Was sich in 10 Jahren Onboarding-Praxis verändert hat (und was nicht)
Zehn Jahre sind in der IT-Welt eine Ewigkeit. Als wir im März 2016 unseren Blogbeitrag „So geht Onboarding bei uns“ veröffentlichten, waren wir noch unternehmergeführt und die digitale Landschaft sah noch ganz anders aus.
Heute, im Jahr 2026, blicken wir auf nunmehr 23 Jahre Tyclipso-Geschichte zurück. Wir sind nun eine GmbH, unsere Projekte sind komplexer, unsere Tools mächtiger. Doch hat sich dadurch auch unser Onboarding-Prozess verändert?
Wir machen den Realitätscheck mit unserem Neuzugang Philipp, der uns künftig im Qualitätsmanagement als Tester verstärkt.
Die „Terminserie“: Wissenstransfer auf Augenhöhe
Was Tyclipso ausmacht, wie wir arbeiten, wer unsere Kunden sind, lässt sich heutzutage erst recht nicht an einem Nachmittag vermitteln. Deshalb ist unser Onboarding weiterhin auf eine Woche angelegt, um Schritt für Schritt in die Tyclipso-Welt einzutauchen.
Wie schon vor zehn Jahren ist es uns wichtig, dass neue Teammitglieder am ersten Tag nicht vor einem „nackten“ Schreibtisch sitzen und sich fragen, was auf sie zukommt. Das Onboarding 2026 ist eine fein abgestimmte Choreografie, die mit dem technischen Onboarding beginnt, lange bevor der erste Arbeitstag offiziell startet.
Montag: Sanfte Landung statt Sprung ins kalte Wasser
Der erste Tag beginnt traditionell mit einem gemeinsamen Kaffee oder Tee und der Übergabe der Arbeitsmittel (Laptop, Kopfhörer, Yubikey u.v.m.). Auch das anschließende Daily Stand-up 9:30 Uhr wird heute noch für die Vorstellungsrunde genutzt. So konnte Philipp das restliche Team endlich persönlich kennenlernen.
Im Anschluss gab es von Albrecht das notwendige Safety-Update zu Brandschutz, Fluchtwegen und Erster Hilfe. Gemeinsam mit der Online-Datenschutzschulung ist das unser Standard-Pflichtprogramm für einen sicheren Start.
Der Montag stand im weiteren Verlauf im Zeichen der Tools, mit denen wir arbeiten und dazu gehört auch unser internes Herzstück equify, welches wir selbst entwickelt haben. Markus gab tiefe Insights und erklärte, dass hier alles zusammenläuft, von der Projektplanung über Arbeitszeit-Tracking bis zur externen Kundenkommunikation. Denn wir wissen: Informationen sind nur dann wertvoll, wenn sie dort ankommen, wo sie gebraucht werden (das betrifft auch die neuesten Team-Memes als Pausenfüller ;) ).
Philipps erste Eindrücke:
“Ich war schon etwas aufgeregt. Zuhause überdenkt man viele Sachen: Wie wird das Team sein? Werde ich gut aufgenommen? Werden meine Flachwitze ankommen? :') Das alles wurde aber schnell widerlegt. Albrecht hat mich gutgelaunt empfangen und wir haben uns erstmal gemütlich bei Kaffee und Tee über meinen Anreiseweg und Gott und die Welt unterhalten. Das hat sehr viel Anspannung genommen. Danach habe ich meine Hardware erhalten, mich im Daily kurz vorgestellt und konnte anschließend mit Christoph aus dem Admin-Team mein Hardware-Onboarding beginnen.”
Dienstag: Tyclipso-DNA und unsere Kunden
Claudia und Christoph holten Philipp zunächst zu unserer Denk- und Arbeitsweise ab. Wer sind wir? Warum tun wir, was wir tun? Hier geht es um das „Warum“ hinter dem Code.
Am Nachmittag stellten Claudia und Albrecht unsere Projekte und Produkte vor. Ein zentraler Baustein ist dabei unser CMS und Framework myty, welches Philipp später beim Testing und Support auf jeden Fall über den Weg laufen wird. Denn es ist die Basis für fast alles, was wir bauen: Apps, komplexe Datenbankverwaltungen, Machine-Interfaces, Crowdfunding-Plattformen und eCommerce-Lösungen.
Philipp erinnert sich:
“Die Kundenprojekte haben mich wirklich begeistert, weil es eine coole Bandbreite ist. Besonders myty als hauseigenes Produkt war spannend und ich freue mich darauf, tiefer einzutauchen, weil ich es beim Testing früher oder später sowieso intensiver betrachten werde. :D ”
Mittwoch: Bergfest mit Enrico und tiefe Einblicke ins myty
Was am Dienstag auf Kundenebene begann, wurde durch unseren Chef-myty-Schulungsleiter Enrico vertieft. Der Fokus lag auf der WYSIWYG-Bearbeitung, der Vorlagenverwaltung und dem myty-Shop. Zudem gab Enrico einen Ausblick auf Features, die sich aktuell in der Entwicklung befinden, so weiß Philipp direkt, wohin die Reise geht.
Philipps Fazit:
“Enrico hat mir myty wirklich von Grund auf nahegebracht. Nach der Session hatte ich das Gefühl, dass ich zumindest schon mal weiß, wo ich hinschauen muss, wenn es später ans Testen geht. Die Features in der Entwicklung haben mich besonders neugierig gemacht. Es ist cool zu sehen, in welche Richtung sich das System entwickelt.”
Donnerstag: Tag des CFMs und der Qualitätssicherung
Besonders spannend für Philipps künftiges Aufgabenfeld: Sandra und Christopher zeigten und erklären, wie wir bei automatisierten und händischen Softwaretests bisher vorgehen, welcher Technologie-Stack genutzt wird, wo wir hinwollen und was die nächsten To-dos in diesem Bereich sind. Hier war Philipp nicht nur Empfänger von Wissen, sondern war direkt eingeladen zur „Ideenwälzerei“.
Außerdem gab Markus tieferen Einblick ins CFM und seinen verschiedenen Nutzeroberflächen, so wie unsere Kunden diese sehen und verstehen.
Philipps Blick auf die QA-Zukunft:
„Genau das Thema, für das ich da bin und in dem noch viel Potenzial schlummert. Es war interessant zu sehen, wo die QA aktuell steht und vor allem, wohin die Reise gehen soll. Besonders cool war, dass ich direkt eigene Ideen einbringen konnte.“
Und schließlich Freitag: Einstieg ins Daily Business
Nach einer Woche voller Input ging es für Philipp am Freitag direkt los. Er hat sich ins Frontend-Testing eines Projekts gestürzt und bereits bestehende Tests von Cypress auf Playwright migriert. Wir finden: Ein gelungener Einstieg ins Daily Business.
Und wenn wir nun unseren Post von 2016 neben diesen Bericht legen, sehen wir: Wir sind professioneller geworden, es gibt viel neues zu berichten und vorzustellen. Aber das Gefühl, dass man ab Tag eins ein wertgeschätzter Teil des Teams ist, ist noch immer unsere wichtigste Konstante.
Philipp fast zusammen:
„Wenn ich meine erste Woche bei Tyclipso mit drei Adjektiven beschreiben müsste, wären das: herzlich, spannend und vielversprechend. Jetzt freue ich mich darauf, das Team im Alltag noch besser kennenzulernen.“
Und wer Philipp näher kennenlernen möchte, erfährt bald mehr im Interview.